Unsere 30 Jahre

Ein kurzer Abriß unserer Stammesgeschichte

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Der Stamm Till Eulenspiegel zählt zur Zeit rund 20 aktive Mitglieder aus Schöppenstedt und Umgebung. Seit 1973 arbeiten die Leiter des Stammes koedukativ (mit Jungen und Mädchen) und ökumenisch, was für uns bedeutet daß sich evangelische und katholische Mitglieder unter dem Schutz ihrer Kirchen zu gemeinsamen tun zusammenfinden.

Der Vorstand besteht daher aus katholischen und evangelischen Mitgliedern; die geistige Betreuung liegt daher in der Hand eines gewählten katholischen und/oder evangelischen Geistlichen der bei den Pfadfindern dann Kurat genannt wird. Die Elternvertretung, der Elternbeirat der bei den verschiedensten Unternehmungen mitwirkt und Mitspracherecht besitzt ist ähnlich zusammengesetzt.

Die Stammesgeschichte selbst begann an der Vigil von Peter und Paul, am 28.06.72, als 15 Unverdrossene unter Leitung von Wolfgang Toennies ins Burgtal zogen um unter den alten Kopfbuchen ihre Gründungsurkunde zu vergraben. Das Geheimnis wurde bald von zwei Abtrünnigen verraten, was zur Folge hatte, daß der Rest der Gruppe sich noch enger zusammenschloß. Leider gab es damals keinen geeigneten Raum für die Gruppe. Aber nach einem Gespräch mit Probst Daniel und Pastor Lampe konnte uns die ev. Gemeinde einen Kellerraum zur eigenen Nutzung überlassen.

Der Damalige Diakon Asimont begeisterte sich für unsere Arbeit und machte spontan mit. Das war der Beginn der ökumenischen Bewegung, denn nach der Aufnahme auch evangelischer Jugendlicher zählte der Stamm bald mehr als 50 Mitglieder.

Im selben Jahr begann auch mit Unterstützung des allzufrüh verstorbenen Lehrers Schönemann ein kleiner Fanfarenzug sich zu bilden. Durch die Freundschaft zum Stamm Wendeburg und das Glück, in Otto Pätz einen hervoragenden Leiter des Fanfarenzuges zu finden, wuchs der Fanfarenzug auf   über 30 Mitglieder an. Aber auch Otto Pätz verstarb am Jahresende 78, so daß wir das Ende des Fanfarenzuges befürchteten. Durch zähes zusammenhalten der Älteren konnte ein Zusammenbruch verhindert werden. Bis zum Frühjahr 1990 konnten wir diese Musik aus Spass an der Musik noch unter Leitung von Wolfgang Toennies betreiben.

1974 wurde unsere ökumenische Gemeinschaft bundesweit und damit auch international anerkannt. Mit der internationalen Anerkennung ist auch die Verpflichtung verbunden, Beiträge an das Bundesamt abzuführen, die eine Versicherung des Einzelmitgliedes bei gültigem Ausweis beinhalten, sowie die Arbeit mit körperbehinderten Jugendlichen unterstützen und für die Lehrgänge auf Landes- und Bundesebene zur Verfügung stehen.

1974 nahmen wir erstmalig an einem internationalen Lager in Westernohe (Eifel) mit über 1200 Pfadfindern teil. Darunter waren auch über 150 Körperbehinderte, die von speziellen Gruppen betreut wurden, so daß wir auch hier einen Einblick in ein besonderes Aufgabengebiet der DPSG bekamen. Dieses erste große Lager - fern von zu Haus - war dann auch prägend für unsere weitere Entwicklung.

Im Mittelpunkt unserer heutigen Arbeit  steht  neben  dem  sozialen  und  kirchlichen  Engagement besonders Spiel und Sport. Ebenso versuchen wir zu einem persönlichen Verhältnis zur Umwelt (Natur)zukommen, wie auch die Erfahrung zu vermitteln, daß das Leben in einer Gruppe  kein Einzelschicksal ist, sondern gemeinsames Anerkennen und Dasein für den Anderen verlangt. Höhepunkte dieser Arbeit sind die jeweiligen Fahrten und Lager, bei denen das Erprobte in persönliche Erfahrung umgesetzt werden kann. Das Ziel dieser Erziehung ist der mündige, selbsthandelnde und weltoffene Bürger.

So haben wir neben vielen Oster-, Herbst- und Neujahrsfahrten folgende besondere Lager durchgeführt:

Mit unserer Stammesgeschichte ist der Name Wolfgang Tönnies fest verbunden. Er gründete 1972 unseren Stamm und war bis zu seinem Tod im September 1990 der 1. Stammesvorsitzende. Die pädagogischen Grundzüge unsere Jugendarbeit tragen seine Handschrift. Der Fanfarenzug, der leider nicht mehr existiert, ist genauso ihm zuverdanken wie die zahlreichen Auslandslager.

Viele Vereine, besonders aber die Pfadfinder, tragen als äußeres Zeichen ihrer Zusammengehörigkeit eine besondere Kleidung, die bei den Pfadfinder Kluft heißt und zu allen Gruppenstunden getragen werden sollte. Zur Kluft gehören: Hemd, Halstuch und Knoten. Da es in den Gruppenstunden oft ziemlich hoch hergeht, sollte man dort eine alte Spielhose, und derbes Schuhwerk tragen, dann gibt es zu Hause weniger Ärger.

Seit 1977 steht dem Stamm auch ein VW-Bus zur Verfügung der in der Unterhaltung nicht billig ist. Dieses Fahrzeug wird vom Verein zur Förderung der Pfadfinderschaft St.Georg Stamm Schöppenstedt e.V. gehalten und finanziert. Der VW-Bus wird nicht nur zu Lager und Fahrten genutzt, sondern steht auch für die Heimfahrten nach dem Trupptreffen, viele unserer Mitglieder kommen aus der Umgebung von Schöppenstedt, zur Verfügung.

Der Stamm Schöppenstedt gliedert sich in folgende Gruppen: Wölflinge (8 - 11 Jahre), Jungpfadfinder (11 - 14Jahre), Pfadfinder (14 - 16 Jahre) und die Rover (ab 16 Jahre). Darüber hinaus kann man als Gruppenleiter, oder z.B. in verwaltenden Tätigkeiten seine Funktion im Stamm finden. Viele ehemalige Mitglieder sind heute in unserem Förderverein, der uns finanzielle und ideell unterstützt.
 


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